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Ökumenisches Labyrinth für Lechenich

10 JAHRE PARTNERSCHAFTSVER­TRAG DER EVANGELISCHEN UND KATHOLISCHEN KIRCHENGEMEIN­DEN LECHENICH

Wie auf dem Neujahrsempfang 2012 erläutert, haben das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Lechenich, der Ortsausschuss und der Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde St. Kilian auf Anregung des Ökumeneausschusses beschlossen, aus Anlass des 10-Jährigen Bestehens des Partnerschaftsvertrages ein Labyrinth erstellen zu lassen.

Das Labyrinth soll ein Zeichen sein für die oft nicht einfachen und verschlungenen Wege der Ökumene, die wir in unseren Gemeinden, unterstützt durch den Partnerschaftsvertrag, gegangen sind.

Herr Smeets, Landschaftsarchitekt, hat ehrenamtlich auf Bitte von Herrn Hösen einen Entwurf zur Erstellung eines Labyrinths erarbeitet, den er anhand einer grafischen Vorlage des Labyrinths in der Kathedrale von Amiens erstellt hat.

Die Stadt Erftstadt hat dem Unternehmen zugestimmt und entsprechende Planungskarten zur Verfügung gestellt. Danach liegt das infrage kommende Gelände an der Promenade zwischen Klosterstraße und Spielplatz/Minigolfanlage, zur Klosterstraße hin.

Leitend für die Planung waren die Stabilität und Nachhaltigkeit der Anlage und ein geringer Pflegebedarf. Daher hat Herr Smeets ein ebenerdiges Labyrinth entworfen, das aus Betonplatten und Rasenfläche besteht. Die Platten haben eine Größe von 100x30 cm. Die Sternplatte in der Mitte soll einen Text enthalten, der die Erbauer und den Anlass benennt.

Der Durchmesser der Anlage soll 12 m betragen und damit ein gewisses „Alleinstellungsmerkmal“ haben, sie soll wahrgenommen werden.

Um das Projekt möglichst schnell realisieren zu können, werden Sponsoren und Helfer gesucht, um die Kosten auf diesem Wege zu reduzieren.

Christoph Rader

 

Ein Labyrinth in und für Lechenich

Aus Anlass des 10-Jährigen Bestehens des Partnerschaftsvertrages - Partner sind wir ja noch viel länger - wollen wir ein Labyrinth als sichtbares Zeichen beider Kirchen anlegen. Dazu hat uns die Stadt freundlicherweise schon ein Grundstück zur Verfügung gestellt, dafür auch ein ganz herzliches Dankeschön an unseren Bürgermeister Herrn Dr. Rips.

Danken möchten wir auch Herrn Smeets, der als Gartenbauarchitekt die Planung dieses Labyrinthes übernommen und einen Entwurf fertig gestellt hat. Die Leitungsgremien beider Gemeinden haben beschlossen, dieses Vorhaben umzusetzen.

Jetzt werden Sie sich vielleicht fragen: Warum ein Labyrinth? Möchten unsere Gemeinden, dass wir uns verirren und nicht wieder herausfinden? Keine Angst - wir wollen keinen Irrgarten bauen, sondern ein Labyrinth, dessen Weg ohne Irrweg und Sackgassen zur Mitte führt und wieder heraus.  Das Labyrinth ist sicher kein klassisches christliches Symbol, es ist viel älter als das Christentum - aber es ist ein Symbol, das früh vom Christentum übernommen wurde. Das bekannteste Labyrinth ist hier sicher jenes in der Kathedrale von Chartres.

Labyrinthe sind uralte Symbole der Selbstfindung. Sie haben Menschen durch  Jahrtausende bei der Suche nach der eigenen Mitte begleitet. Alles kann zum Labyrinth werden: Liebe und Elternbeziehung, Schule und Beruf, die Politik und die Gesetzgebung, der Verlust der Arbeit und die neue Stelle, der Ruhestand. Überall droht der Verlust der Mitte. Doch wohin uns der Lebensweg auch führen wird, das Labyrinth verbreitet immer eine positive Grundstimmung. Seine spirituelle Botschaft lautet:

Was immer kommt - Du kannst auf deinem Lebensweg nicht verloren gehen! Du wirst die Mitte finden, und am Ende werden sich die verschlungenen Pfade deines Lebens als sinnvolles Muster enthüllen.  

(Frau Pfarrerin Sabine Pankoke anlässlich des Neujahrsempfangs 2012)