Diakon Carlos Mendoza

„Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkündige“
(1 Kor 9, 16)

Mit diesen Worten hat der Herr mich gerufen, um den Weg zum Priester zu gehen.

Mein Name ist Carlos Humberto Mendoza Sandoval, ich bin 34 Jahre alt und komme aus Managua-Nicaragua, geboren als Dritter von insgesamt neun Kindern meiner Eltern.  

Seit Februar 2006 befinde ich mich in der Priesterausbildung. Nun beginnt eine neue Phase der Ausbildung, wo ich Ihnen in drei Etappen dienen darf: als Seminarist, Diakon und Neupriester.

Gott hat mir eine Lebensgeschichte geschenkt, bei der ich seine schützende Hand spüren konnte. Ich komme aus einer armen Familie, mit vielen Schwierigkeiten, so wie viele Familien in Lateinamerika, aber der Herr hat immer vorgesorgt. Er hat mich in einer christlichen Familie aufwachsen lassen, hat mich zu seiner Kirche geführt, zuerst durch meine Eltern, dann durch den Neokatechumenalen Weg, der eine Frucht des Zweiten Vatikanischen Konzils ist, und schließlich durch arme Priester, die sich ganz auf Gott gestützt haben. Seit 1995 bin ich selbst in einer Gemeinschaft des Neokatechumenalen Weges, die mich bis heute immer noch trägt und wo ich im Glauben wachsen kann. Dort hat sich auch im Laufe der Zeit meine priesterliche Berufung geklärt, sodass ich mich für den Eintritt in ein Priesterseminar entscheiden konnte. Es war nicht einfach, aber ich kann bezeugen: Gott ist treu und es lohnt sich, alles für ihn zu verlassen. Ich meldete mich bei einem Berufungstreffen des Neokatechumenalen Weges in Italien und erklärte meine Bereitschaft, mich senden zu lassen. Von dort aus wurde ich dann nach Köln zur Priesterausbildung gesandt. So kam ich zum Erzbischöflichen Missionarischen Priesterseminar „Redemptoris Mater Köln“, das sich in Bonn befindet. Es ist ein Diözesanseminar mit missionarischer Ausrichtung. Wir werden Priester für das Erzbistum Köln, aber zugleich stellen wir uns dem Kölner Erzbischof für eventuelle Missionen zur Verfügung, wohin er uns auch immer senden möchte.

Es ist mir klar, dass diese Berufung meine Kräfte übersteigt. Gott sei dank, kann ich mich den Worten Christi anvertrauen: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt“ (Joh 15,16).

Ich freue mich bei Ihnen und mit Ihnen mein Pastoralpraktikum machen zu dürfen. Im Bewusstsein meiner eigenen Hilfsbedürftigkeit bitte ich: Beten Sie für mich, dass ich immer den Willen Gottes tun kann.

Ihr

Carlos Mendoza